Unter neuseeländischen Mooren blieb Kauri-Holz über Jahrtausende bewahrt. Heute erzählt jede Maserung von Zeit, Natur und einer Herkunft, die nicht reproduzierbar ist.
100%Naturform bleibt Ausgangspunkt der Gestaltung.
Die Reise des Holzes
Vom Urwald über das Moor bis nach Goch.
Das Besondere liegt nicht allein im hohen Alter. Es liegt in der langen Folge natürlicher und handwerklicher Schritte, die jedes Stück bis zu seiner neuen Form durchläuft.
01 · Herkunft
Ein Baum von außergewöhnlicher Größe.
Kauri-Bäume zählen zu den mächtigsten Baumarten der Erde. Ihre geraden Stämme, ihre feine Maserung und ihr Harz machten das Holz seit jeher besonders wertvoll.
Die heute verarbeiteten, uralten Stämme stammen nicht aus frisch gefällten Wäldern, sondern aus historischen Funden unter der Erde.
02 · Bergung
Jahrtausende geschützt.
In sauerstoffarmen Moorböden überdauerten umgestürzte Stämme eine kaum vorstellbare Zeit. Wasser, Mineralien und Druck haben ihre Farbe und Oberfläche geprägt.
Die Bergung ist aufwendig. Jeder Stamm ist begrenzt, jeder Fund einmalig und jede Platte unwiederbringlich.
03 · Reise
Behutsam bewegt.
Nach der Freilegung wird das schwere Holz sorgfältig transportiert und in nutzbare Dimensionen aufgeteilt. Schon dieser Schritt entscheidet, welche besondere Form später sichtbar werden kann.
04 · Trocknung
Zeit bleibt der wichtigste Werkstoff.
Eine kontrollierte Trocknung stabilisiert das Holz für die spätere Verarbeitung. Sie verlangt Geduld, Erfahrung und Respekt vor Spannungen, Einschlüssen und gewachsenen Rissen.
05 · Vollendung
Die Geschichte wird berührbar.
In Goch legt Michael Beaupoil die individuelle Kontur frei, stabilisiert sensible Bereiche und veredelt die Oberfläche so, dass Tiefe, Harz und Maserung erlebbar werden.